Schmelzplatz
Geophysik
ErzabbauStollen

Eisenerzabbau in Trient, Les Tseppes

Abstract

Seit September 2020 erfolgt eine systematische archäologische Untersuchung der Fundstellen «Les Tseppes» auf dem Gebiet der Gemeinde Trient (VS) durch die Universität Zürich, Institut für Archäologie, Fachbereich Prähistorische Archäologie. Die Fundstelle ist 2014 durch den Geologen Stefan Ansermet entdeckt worden. Zwei vorläufige Berichte sind durch ihn und Philippe Curdy vorgelegt worden. Ein Jahr später entstand eine erste Untersuchung der lokalen Schlacken an der Universität Freiburg in Kooperation mit Vincent Serneels. Mittels moderner Fernerkundung, intensiver Prospektion (archäologisch/geophysikalisch) sowie gezielten kleinformatigen Sondierungen werden die ersten aufgefundenen Befunde zum lokalen Verhütten und Schmelzen des vor Ort anstehenden Eisens untersucht. 14C-Datierungen an den Holzkohlen liefern erste Aktivitätszeiten zwischen der (spät-)römischen und hochmittelalterlichen Zeit, Untersuchungen der Erze und Schlacken Hinweise auf die zeitgenössischen Schmelztechniken. Ein lokales Schmieden ist bis dato nicht belegt, aber auch nicht auszuschliessen. Die Mehrphasigkeit des Abbaus ist durch Fundstellen, die zwischen knapp 2000 und rund 1700 Höhenmetern liegen, anzunehmen. Möglich erscheint die Darstellung eines vollständigen Abbaugebietes vom Erz über das Schmelzen von Eisen bis hin zu den örtlichen Knappenhäusern, deren Fundamente auf eine Untersuchung warten.

Publikationen

M. Trottet (2016). Étude macroscopique, minéralogique et chimique de scories de réduction, Les Tseppes, Valais. Travail de Bachelor. Université de Fribourg.

S. Ansermet/Ph. Curdy (2015). Trient Les Tseppes, Prospections Stefan Ansermet avec la collaboration de Vincent Serneels et Philippe Curdy. Rapport d´activités.

S. Ansermet/Ph. Curdy (2014). Trient Les Tseppes, Prospections Stefan Ansermet et coll. 24 septembre 2014. Rapport d´activités.

 

Projektrahmen

ProjektpartnerInnen

Gemeinde Trient, Association Vallis Triensis, Kantonsarchäologie Wallis

Dauer

2020 bis 2025