Originalsammlung

Archäologische Sammlung der Universität Zürich

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Einblick in die Vasensammlung

 

Die Sammlung antiker Originalwerke der Universität Zürich ist eine der wichtigsten Schweizer Sammlungen von Kunst und Kunsthandwerk aus dem alten Ägypten und Mesopotamien, aus dem antiken Kleinasien, Griechenland und Italien, insbesondere Etrurien und Rom. Sie wurde seit den späten 1860er Jahren sukzessive und systematisch als universitäre Studiensammlung aufgebaut, jedoch immer auch mit der Absicht, sie museal dem interessierten Publikum zugänglich zu machen.

 

 

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Sammlung Ägypten: Amulette und Uschebtis

Der zeitliche Rahmen erstreckt sich vom 4. Jahrtausend v. Chr. bis in die Mitte des 1. Jahrtausends n. Chr., der geographische Raum von den westlichen Mittelmeerregionen bis zum Tigris im Osten und vom Nil im Süden bis zur Krim im Norden. Highlights der Sammlung sind unter anderem griechische und römische Skulpturen und Porträts, Meisterwerke griechischer Vasenkunst, antike Malerei in Form von Mumienporträts aus dem Fayyum, ein ägyptischer Holzsarg mit Mumie und nicht zuletzt die monumentalen assyrischen Reliefs aus den Königspalästen Assurnasirpals II. und Tiglatpilesers III. in Nimrud (Irak).

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Griechisch-römische Plastik: Torsi von römischen Statuen

 

Ein Museumsshop bietet interessierten Besuchern eine kleine Auswahl an archäologischen Souvenirs und weiterführende Literatur zu unterschiedlichen archäologischen Themen. Im 1. Obergeschoss des Hauses lädt inmitten von Abgüssen antiker Skulpturen eine Kaffee-Ecke mit Getränkeautomaten zum Verweilen.

Auf Anfrage werden Führungen für Schulklassen und private Gruppen angeboten, sei es allgemein zur Original- und/oder zur Abgusssammlung. Dabei können auch gerne Wünsche zu bestimmten Themenbereichen berücksichtigt werden.

Neueinrichtung der Dauerausstellung

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Menander von Gerzensee: späthellenistische, überlebensgrosse Ehrenstatue

Die Archäologische Sammlung der Universität Zürich hat in den letzten Jahren bedeutende Neuzugänge erhalten, sei es als Dauerleihgaben, sei es als Schenkung. Die Neuaufstellung der Sammlung rückt diese Ensembles in den Fokus. Neben bedeutenden Zuwächsen bei der griechischen Keramik konnte insbesondere auch die Sammlung von antiken Skulpturen mit wichtigen Stücken erweitert werden. Hier sind unter anderem die Porträts der römischen Kaiser Nero und Trajan, aber auch der Deckel eines kaiserzeitlichen Sarkophags mit der plastischen Darstellung des beim Mahle lagernden Verstorbenen oder der sog. Menander von Gerzensee zu nennen.

Bei letzterem handelt es sich um eine modern aus zwei antiken Fragmenten zusammengestückte, überlebensgrosse Statue: Der Körper besteht aus einer späthellenistischen Ehrenstatue, der Kopf gibt das berühmte Porträt des attischen Komödiendichters Menander (342/41–291/90 v. Chr.) wieder. Die jahrzehntelang als Grabmonument eines Familiengrabes im bernischen Gerzensee verwendete Statue wird nun erstmals nach ihrer Restaurierung dem Publikum zugänglich gemacht. Im Bereich der Keramik bilden die attische, vom Töpfer Nearchos signierte Schale mit Herakles und Atlas im Innenbild (um 570–550 v. Chr.) und die lakonische Schale mit einer der frühesten griechischen Darstellungen der Weinkelterung (um 575–565 v. Chr.) ganz besondere neue Höhepunkte.