Navigation auf uzh.ch

Suche

Institut für Archäologie Prähistorische Archäologie

Die bronzezeitliche Landsiedlung Weiach-Winkelwisen ZH und die Rheinachse als Siedlungsgebiet

von Bodenmann, Jenny

Grabung Weiach

 

Abstract: Landesübergreifende Analysen sind in der europäischen Archäologie noch immer eher selten. Sich bei archäologischen Untersuchungen an den heute gegeben nationalen und kantonalen Grenzen zu orientieren ist jedoch in den allermeisten Fällen wenig sinnvoll. Für diese Master-Arbeit ist es essen-tiell, den Blick über die Grenzen hinaus schweifen zu lassen: Der Rhein – als natürliches, trennendes Element – könnte seinen heutigen Status als Grenze und Transportweg bereits in prähistorischen Zeiten besessen haben. Ziel der Arbeit ist es zu klären, inwiefern er in der Bronzezeit als Kommunika-tions- und Handelsachse oder auch als Grenze zwischen kulturellen Räumen – nördlich und südlich des Rheins – gedient hat.

Im ersten Teil der Arbeit werden die Befunde der 2001 ausgegrabenen Fundstelle Weiach-Winkelwisen ausgewertet und in einen chronologischen und funktionalen Bezug zueinander gesetzt. Dies erfordert eine Aufarbeitung der Grabungsdokumentation und die Untersuchung des Fundmate-rials im Hinblick auf seine typochronologischen Merkmale. Die Ergebnisse dieser Auswertung geben den zeitlichen Horizont für den zweiten Teil der Arbeit vor: die Untersuchung der Rheinachse als Siedlungsgebiet. Für diese Analyse wird ein Katalog erstellt. Dieser enthält Siedlungen, Gräber und Depots beidseitig des Rheins zwischen Bodensee und Rheinknie, welche in die gleiche Zeitstufe wie Weiach-Winkelwisen datieren. Anhand der Kriterien Materielle Kultur, Siedlungs- bzw. Gräbertypolo-gie und Siedlungsgeographie werden die aufgenommen Fundstellen untersucht und verglichen. Es wird erforscht, ob es sowohl trennende als auch verbindende Merkmale bzw. Merkmalskonstellatio-nen zwischen den nord- und südrheinischen Fundstellen gibt und welcher Natur diese sind.

Weiterführende Informationen